Ein Digitalisierungs-Bootcamp für KMU

Handwerker bei Anwendung

Digitalisierung verstehen und vor allem gleich in der Praxis umsetzen: Im Digitalisierungs-Bootcamp bekommen Mitarbeiter und Geschäftsführer kleiner und mittlerer Unternehmen die Gelegenheit, Methoden zur digitalen Innovation kennenzulernen und an Beispielen die Einsatzmöglichkeiten von Technologien wie IoT, KI und Blockchain für neue Business-Anwendungen und Geschäftsmodelle zu erkennen. Philipp Reiner, Start-up-Gründer aus Heidenheim erklärt im Popup Labor BW-Interview, wie digitale Bilderkennung die Arbeit erleichtert und wie er Unternehmen weiterhelfen kann.

Sie wollen Unternehmen dabei unterstützen, die Digitalisierung zu verstehen, wo setzen Sie an?

„Die meisten Unternehmen hören nur Buzzwörter zu Technologien. Das hilft ihnen nicht weiter. Benötigt werden konkrete Anwendungsfelder, um die Technologien auch einsetzen zu können. Im Digitalisierungs-Bootcamp stelle einige Technologien vor, der Fokus liegt aber darauf, Anwendungen zu sehen. Die Teilnehmer sollen sich das eigene Unternehmen anschauen und Einsatzmöglichkeiten finden.“

An welchem Punkt fängt man da an?

„Gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen beginnt alles damit, dass man einen Mehrwert für die Kunden finden möchte. Es geht darum, welche Aufgabe der Kunde erfüllt haben will, daraus ergeben sich Anwendungsfälle. Nun schaue ich die zur Verfügung stehenden Technologien an, wandle leicht ab und die Firma kann etwas Neues entwickeln. Dafür braucht man natürlich das Know-How, wie man eine Technologie nutzen kann.“ „Ein Digitalisierungs-Bootcamp für KMU“ weiterlesen

Digitales Aufmaß für das Handwerk

Digitales Aufmaß in der Praxis (Bildquelle: Stephan Wilhelm, Fraunhofer IAO)

Zeitaufwendig, fehlerbehaftet und in Zeiten der Digitalisierung eigentlich nicht mehr notwendig: Dennoch macht sich bei einem Bauvorhaben oft jeder einzelne Handwerksbetrieb auf den Weg zur Baustelle, um Maß zu nehmen. Im Workshop „Digitales Aufmaß und digitale Zwillingsmodelle für Anwendungen im Handwerk“ will der Forscher Dr. Stephan Wilhelm zusammen mit Christoph Wintrup und Martin Huppenbauer von der Firma Hemminger praxisgerechte Alternativen vorstellen. Im Popup Labor BW-Interview sprechen die Referenten  über die Gefahr von Fehlerquellen bei der Maßaufnahme, das digitale Aufmaß und Perspektiven für neue und erweiterte Geschäftsmodelle.

Herr Wilhelm, wo liegt in Ihren Augen das Problem für kleine Handwerksbetriebe?

„Jedes Gewerk macht für sich Maßaufnahmen von den Örtlichkeiten, um selbst planen zu können. Da nimmt dann der Fensterbauer Maß, dann ist der Gipser da. Wenn aber schließlich der Fliesenleger kommt und einen anderen Plan hat, ändert sich alles wieder. Außerdem ist die Fehleranfälligkeit hoch, wenn da ein Mensch mit Stift und Papier arbeitet. Das falsche Maß kann genommen werden, es passiert ein Zahlendreher, die Schrift ist schwer leserlich oder die Notiz ist nicht greifbar oder sogar verloren gegangen.“ „Digitales Aufmaß für das Handwerk“ weiterlesen

Innovationsprozesse intelligent gestalten

Foto von Beitragsbild für Miniinterviw

Innovationen sind die Voraussetzung für Entwicklungen in unserer Gesellschaft. Doch bei einer Patentuntersuchung wurde erst kürzlich festgestellt, dass in Ostwürttemberg in den letzten 8 Jahren die Zahl der beantragten Patente bei kleinen und mittelständischen Unternehmen um 54 Prozent zurückgegangen ist. „Dabei werden Patente immer wichtiger, gerade wenn man international unterwegs ist“, weiß der IHK Technologie- und Innovationsberater Peter Schmidt von der Industrie- und Handelskammmer Ostwürttemberg (IHK). Im Rahmen des Popup Labors Baden-Württemberg bietet die IHK zwei Workshops an, die gerade für KMU Hilfestellung leisten sollen.

Patente schützen Wettbewerbsvorteil der KMU

Der Workshop „Innovation und Patente“ dreht sich rund um Schutzrechte für Innovationen. „Wir wollen einen Überblick über die Möglichkeiten bieten und zeigen, dass man keine Angst vor dem Schritt zum Patent haben muss“, sagt Schmidt. Er kennt das häufigste Argument der KMU: „Es kostet zu viel und lohnt sich nicht.“ Doch Innovationen vor Nachahmern und Wettbewerbern schützen zu lassen, trägt entscheidend zum Unternehmenserfolg bei. „Der Bedarf ist da. Schutz ist wichtig, um sich Wettbewerbsvorteile sichern zu können. Schließlich stecken Unternehmen jede Menge Zeit und Geld in die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen, das sollte der Konkurrent am Markt nicht einfach kopieren können“, sagt Peter Schmidt. Der IHK-Workshop gibt einen Überblick über Schutzrechte, deren Nutzen und Kosten sowie Chancen und Risiken. „Innovationsprozesse intelligent gestalten“ weiterlesen