Learning by Doing im KI-Workshop

Fotoimpressionen vom KI-Prototyping-Workshop (Bildquelle: Popup Labor)

Auch im Workshop „Künstliche Intelligenz und Prototyping – KI spielerisch kennen lernen“ stand nicht die trockene Theorie im Vordergrund. Selber machen war Programm, und das Motto des Coaches Truong lautete „Learning by Doing“. Dazu hatte er gleich vier Nachwuchswissenschaftler als Tutoren mitgebracht, um schnelle und gute Prototyping-Ergebnisse bei der Umsetzung der neuen Ideen in den Arbeitsgruppen zu gewährleisten. 

KI durch Greifen begreifen

Auch ohne große theoretische Grundlage ist es möglich, KI zu begreifen, das machte dieser Workshop klar. 

Zwar gab es eine kurze Überblickseinführung in die Thematik der neuronalen Netzwerke, damit alle Teilnehmer eine grundsätzliche Vorstellung davon entwickeln. Aber schon nach kurzer Zeit waren alle aufgefordert, selbst auszuprobieren. Denn KI kann man am Besten durch Greifen begreifen.

Um dies allen Mitmacherinnen und Mitmachern zu ermöglichen, wurde der Referent und Fraunhofer-Forscher unterstützt von vier Jung-Wissenschaftlern: Yannick Brümmer, Terence Grudat, Feres Kasdallah und Jan Salzgeber. Vielen Dank! Diese KI-Experten arbeiten neben ihrem Studium an der Uni Stuttgart immer wieder in unterschiedlichen Projekten mit Truong zusammen. Ob Statistik, Programmieren oder Machinelles Lernen – die Jungwissenschaftler kennen sich optimal aus.

Neben der nötigen Expertise war jedoch auch vielfältiges Material vor Ort: Lasercutter, 3D-Drucker, Kameras, Sensoren sowie Aktoren standen zur Verfügung um KI greifend zu begreifen.

Problem-based Learing: Kinder als Vorbild

Mit diesen starken Voraussetzungen waren die Gruppen nun dazu aufgefordert, ein Problem der Arbeitswelt oder des Alltags mit Hilfe von KI zu lösen.

Diese Methodik des Problem-based Learning kennt man von Kindern, welche im Bereich der KI oft als Vorbild dienen können. Viele Fragen stellen ebenso wie aus eigenen Fehlern schnell lernen – all das machen Künstliche Intelligenzen genauso wie Kinder.

Die Ideen der Gruppen waren vielfältig: So wurde an einer KI zur Vorhersage der Schlafdauer von Menschen gearbeitet, an einem Bild-Detektor zur Erkennung von Mardern, Wild- und Haustieren, welche sich auf Grundstücksgemarkungen aufhalten, sowie an einer intelligenten Autogarage die macht was sie soll. Mit Hilfe der studentischen KI-Experten konnten die Ideen schnell realisiert werden, sehen Sie selbst:

Dass man nicht erstmal trockenen Theorie lernen und perfekt beherrschen können muss, um Künstliche Intelligenz zu begreifen, war die Kernaussage aus diesem Workshop, der vom Business Innovation Engineering Center (BIEC) am Fraunhofer IAO ausgerichtet wurde.

Algorithmen verstehen, anwenden und in Wert setzen, macht Spass und ist einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren für die Zukunft der deutschen Wirtschaft!

 

(Bildquelle: Popup Labor BW)

 

Künstliche Intelligenz und Prototyping

Foto von KI Prototyping (Bildquelle: Ludmilla Parsyak Photography / Fraunhofer IAO)

KI spielerisch kennenlernen

Workshopleiter/-in und Organisation

Nguyen-Truong Le
und Team,
Business Innovation Engineering Center (BIEC) am Fraunhofer IAO

Zielgruppe

Unternehmer / Geschäftsführer | Mitarbeiter | Studenten / Azubis | Start-Ups

Kurzbeschreibung

Wie viel Künstliche Intelligenz (KI) braucht mein Unternehmen? Welche Möglichkeiten bieten zukunftsweisende Technologien?

Der Workshop vermittelt Hands-on-Ansätze zur schnellen Entwicklung von Prototypen. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) suchen nach Antworten auf solche Fragen rund um die digitale Transformation.

Im Vordergrund des Workshops steht das einfache Ausprobieren – ganz ohne Programmierkenntnisse – sowie der Austausch mit anderen Workshop-Teilnehmern.

Nutzen

  • Kennenlernen des neuen BIEC-Lernkonzepts und der KI im Kontext der Bilderkennung
  • Intensiver Austausch in kleiner Runde

Vorausgesetzter Wissensstand / richtet sich schwerpunktmäßig an

Anfänger

Max. Teilnehmeranzahl

12

Zeit | Ort

DI, 15.10.2019, 10.00-13.00 Uhr @HubWerk01

Link

Wie KMU von Digital Natives lernen können (BIEC Schulungskonzept zum Thema Künstliche Intelligenz)

Online-Anmeldung

Hier geht es zur kostenfreien Buchung -> Veranstaltungscode [W05]…

 

(Bildquelle: Ludmilla Parsyak Photography / Fraunhofer IAO)

 

Digitalgipfel 2019 – oder: Der Startschuss für weitere Popup Labore

 

Am 11. April 2019 fand der Digitalgipfel 2019 in Stuttgart statt – mit bedeutsamen Neuigkeiten bezüglich des Projekts Popup Labor BW.

Hoher Andrang beim Digitalgipfel BW

Rund 1.800 Interessierte aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft sowie Gesellschaft kamen am diesjährigen Digitalgipfel Baden-Württemberg in der Stuttgarter Carl Benz Arena zusammen. Allen gemeinsam war das Ziel, mehr zu erfahren und sich auszutauschen zum Thema Digitalisierung. Die hohe Besucherzahl macht deutlich: Das Thema beschäftigt uns alle. Inputs von Experten werden benötigt und eine starke Vernetzung mit anderen Akteuren ist von hohem Nutzen.

Das Popup Labor geht in die nächste Runde

In ihrer Begrüßungsrede gab Ministerin Hoffmeister-Kraut offiziell im Plenum der Carl Benz Arena den Startschuss für die nächste Runde von Popup Labor BW: „Ich freue mich sehr, Ihnen hier mitteilen zu können, dass mit dem heutigen Tag das Bewerbungsverfahren für die nächsten Popup Labore offiziell startet“. Nun können sich Interessierte für die Ausrichtung eines Popup Labors in ihrer Heimatregion bewerben (mehr Informationen hierzu).

Das Popup Labor ist damit ein wichtiger Bestandteil des Förderprogramms aus dem Portfolio des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, welches auf dem Digitalgipfel vorgestellt wurde. Hierzu gehören unter anderem auch die Digital Hubs, die Digitallotsen oder die Kampagne startup bw. „Durch Vernetzung und Kooperation können die eigenen Innovationspotenziale aktiviert und der wirtschaftliche Erfolg nachhaltig gesichert werden“, betont die Ministerin am Ende ihrer Rede.

Digitalisierung in Theorie und Praxis

Thematisch lag der Schwerpunkt auf dem Thema Künstliche Intelligenz. Hochkarätige Redner wie beispielsweise Prof. Dr. Cédric Villani (Abgeordneter der frz. Nationalversammlung, Träger der Fields-Medaille, KI-Expterte) und Prof. Dr. Jürgen Schmidhuber (wissenschaftlicher Direktor bei IDSIA, KI-Pionier) gaben wertvolle Einblicke in die gegenwärtige Forschung und beschrieben spannende Zukunftsvisionen mit KI. Sie betonten außerdem die Notwendigkeit ausgeprägter Kooperation, um Fortschritt zu gestalten.

Nach einem erfolgreichen Digitalgipfel mit theoretischen sowie praktischen Inputs, liegt es nun am Einzelnen, die Digitalisierung aktiv mitzugestalten – beispielsweise im nächsten Popup Labor BW. Wir freuen uns drauf!

 

(Bildquelle: KD Busch)