Partnerinterview mit Bürgermeister Wolfgang Faißt, Stadt Renningen

Foto von Bürgermeister Wolfgang Faißt (Bildquelle: Stadt Renningen)

Herr Bürgermeister Faißt, was uns natürlich am meisten interessiert ist: warum hat sich die Stadt Renningen mit Partner:innen als Standort für ein Popup Labor BW beworben?

Mit rund 18.500 Einwohnern und über 1.500 Unternehmen liegt Renningen inmitten der Zukunftsregion Stuttgart. Wir haben uns in den vergangenen Jahrzehnten zu einer modernen, pulsierenden und lebendigen Kleinstadt entwickelt. Es ist uns ein Anliegen, den Wandel aktiv mitzugestalten und unsere ansässigen Unternehmen bestmöglich bei den Herausforderungen der Zukunft zu unterstützen. Neben den bekannten „global player“ an unserem Standort gibt es viele „hidden champions“, für die wir optimale Voraussetzungen in der Rankbachstadt schaffen wollen.

Was hat sich in der Corona-Zeit am gravierendsten für Bürgerinnen und Bürger und für die kleinen und mittelständischen Unternehmen geändert – zum Beispiel in Bezug auf Teilhabechancen und Gestaltungsmöglichkeiten? Welche Rolle kommt dabei der Digitalisierung zu? Was kann Politik, Verwaltung und jede/r einzelne von uns tun?

Die Covid-19 Pandemie hat unser aller Leben einmal kräftig auf den Kopf gestellt. Unternehmen mussten in kürzester Zeit auf virtuelle Alternativen umschwenken, die Schulen haben Home-Schooling etabliert, den persönlichen Austausch von Angesicht zu Angesicht gibt es oft nur noch mit Bildschirm und vom persönlichen Handschlag mussten wir uns fast gänzlich verabschieden.

Die Teilhabechancen und Gestaltungsmöglichkeiten sind vielerorts sehr unterschiedlich. Die einen haben schlichtweg nicht die Möglichkeit, die anderen wollen sie nicht wahrnehmen – der Umgang mit der Pandemie bedeutet einen Lernprozess für jeden einzelnen von uns. Es muss Ziel der Politik sein, hier alle abzuholen. Unsere Gesellschaft wird sich verändern, bereits jetzt erleben wir in vielen Bereichen eine neue Normalität. Für uns alle gilt: wir müssen diese Veränderungen als Chance begreifen. Es gilt, mit innovativen und kreativen Ideen neue Lösungen zu entwickeln – und so nicht nur der Krise Herr zu werden, sondern für die Zukunft gewappnet zu sein.

Was wäre aus Ihrer Sicht ein wünschenswertes Ergebnis des Popup Labors, für die Stadt Renningen und für ihre Menschen?

Die besten Ideen bringen nichts, wenn die Rahmenbedingungen für eine Umsetzung nicht geschaffen sind. Ich hoffe, das Popup Labor setzt Impulse und bringt neue Ideen für die Firmen an unserem Standort, schafft Plattformen für den Austausch miteinander und bietet niederschwellige Angebote, um Neues ohne jegliches Risiko einfach mal ausprobieren zu können. Ich bin gespannt!

 

(Bildquelle: Stadt Renningen)

 

Partnerinterview mit Bürgermeister Günter A. Binder, Gemeinde Baienfurt, sowie Angelika Söndgen und Ulrich Kirner, PWOA

Frau Söndgen und Herr Bürgermeister Binder (Bildquelle. Gemeinde Baienfurt)

Herr Bürgermeister Binder, warum passt das Popup Labor BW so gut zu Ihrer Gemeinde Baienfurt?

Baienfurt ist mit ca. 7.300 Einwohnern eine moderne, familienfreundliche und lebenswerte Gemeinde inmitten der aufstrebenden Region Bodensee-Oberschwaben. Unsere Gewerbebetriebe, Einzelhandel, Handwerker und Unternehmen zeigen einen repräsentativen Querschnitt der Deutschen Wirtschaft. Die Bandbreite an unterschiedlichen Branchen und Tätigkeitsfeldern ist für das Popup Labor eine schöne Herausforderung, die unterschiedlichen Anforderungen zu betrachten und repräsentative Lösungen für andere Städte und Gemeinden zu finden. Aber auch für unsere engagierten Bürger und zahlreiche Vereine bietet für das Popup Labor beste Voraussetzung das Thema Digitalisierung möglichst breit zu vermitteln.

Welche Bedarfe im Themenbereich der Digitalisierung sehen Sie insbesondere in ihrer Gemeinde Baienfurt und welche Ergebnisse wären für Sie kurz-, mittel- und langfristig wünschenswert?

Ich würde mir wünschen, dass wir uns kurzfristig auch durch Popup umfassend über Trends und Möglichkeiten der Digitalisierung informieren oder unsere Kenntnisse erweitern. Mittelfristig wären weitere konkrete Anwendungen in unserem täglichen Leben und Wirtschaften zu begrüßen. Falls wir dann über unser aufgebautes Know-how langfristig Innovationen zur Digitalisierung in verschiedenen Bereichen beisteuern können, so wäre das natürlich für die Region sehr gut.

Frau Söndgen, als „Plattform Wirtschaftsvereine Oberschwaben Allgäu“ (PWOA) konnten Sie sich im zurückliegenden Bewerbungsverfahren durchsetzen. Was ist die PWOA und warum macht sie als Partner beim kommenden Popup Labor BW in Allgäu-Oberschwaben mit?

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