Partnerinterview mit Stefan Huber, Geschäftsführer der Regionalen Wirtschaftsförderung Bruchsal

Portraitfoto Huber (Bildquelle: hubWerk01)

Herr Huber, Sie sind Geschäftsführer der Regionalen Wirtschaftsförderung Bruchsal. Warum passt das Popup Labor BW Ihrer Meinung nach in die Region und welche Aspekte des Popup Labors BW finden Sie für die wirtschaftliche Entwicklung Baden-Württembergs strategisch wichtig?

Das Popup Labor bringt neue Impulse für die Firmen und ihre Mitarbeiter. Hier in Bruchsal und Umgebung sitzen besonders viele Handwerker und kleine bis mittelgroße Industriebetriebe. Karlsruhe, Heidelberg, Mannheim und Stuttgart mit ihren Universitäten und Hochschulen sind nicht weit. Aber der Wissenstransfer, die Zusammenarbeit zwischen den Forschungseinrichtungen und dem Betrieb vor Ort klappen noch nicht optimal. Es gibt hier deutlich weniger Start-ups als in den Großstädten. Beim Popup Labor können sich die Unternehmen ihr eigenes Programm zusammenstellen, je nachdem wo und welche Unterstützung sie benötigen: in kompakten Workshops zu den drängenden Themen in meinen Betrieb oder beim großen Business-Netzwerkabend am 17.10.2019.

Das HubWerk01 ist der ausgewählte Ort, an dem das Popup Labor BW größtenteils stattfinden wird. Was macht das HubWerk01 so besonders?

Das HubWerk01 ist eines von zehn Digitalisierungszentren, so genannten Digital Hubs, in Baden-Württemberg. Die Besucher des Popup Labors erwartet eine außergewöhnliche Location. Sie kommen an einen symbolträchtigen Ort, an dem Industriegeschichte geschrieben wurde. Hier stand einmal eines der größten Siemenswerke. Heute befindet sich hier das HubWerk01. Es ist Keimzelle für neue Geschäftsideen und bietet Unternehmen einen ganz einfachen Einstieg in die Digitalisierung. Ganz nah am Bahnhof Bruchsal gelegen, besticht das HubWerk01 durch beste Erreichbarkeit und vor allem unglaublich inspirierende Räume. Wer hier reinkommt, spürt sofort: Okay, hier weht der Wind der Veränderung! Hier gibt es Menschen, mit denen ich meine Visionen teilen kann! Hier werden Ideen geboren. Deshalb: Das HubWerk01 ist der perfekte Ort für das Popup Labor Nr. 5. Wir freuen uns!

Was bedeutet Ihnen die Unterstützung von kleinen und mittelständischen Unternehmen, gerade in den Bereichen Digitalisierung und Innovation?

Das HubWerk01 bringt zwei Welten zusammen. „Partnerinterview mit Stefan Huber, Geschäftsführer der Regionalen Wirtschaftsförderung Bruchsal“ weiterlesen

Partnerinterview mit Brigitte Dorwarth-Walter, Stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Karlsruhe

Portrait Frau Dorwarth-Walter

Frau Dorwarth-Walter, warum macht die Handwerkskammer Karlsruhe als Partner beim kommenden Popup-Labor BW in Bruchsal mit?

Die Digitalisierung wird auch für Handwerksbetriebe immer mehr zur Notwendigkeit, um wirtschaftlich zu arbeiten und damit wettbewerbsfähig zu sein. Sie schafft Chancen für jeden Betrieb. Digitale Werkzeuge optimieren Verwaltungsaufgaben und Prozesse. Die Betriebe umfassend in diesen Themen zu informieren und individuelle Lösungen in der Beratung zu finden, das ist eine unserer Kernaufgaben.

Sie sind Stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Karlsruhe. Aus dieser Perspektive heraus betrachtet – was macht die Region und ihre kleinen und mittelständischen Unternehmen so besonders?

Kleine und mittelständische Unternehmen sind die Triebfeder für Innovationen und Investitionen. Sie sichern Arbeitsplätze und damit Wachstum. Die Region ist gekennzeichnet durch die intensive Vernetzung von regionaler Wirtschaft, regionalem Handwerk und der regionalen Forschungslandschaft. Ein hohes Potential an Wissenstransfer und bestehende Netzwerke bieten individuelle flexible und unkomplizierte Unterstützung für die Betriebe. Die Region hat sich stark positioniert als Innovationsregion mit dem besonderen Schwerpunkt der Digitalisierung.

Welche Bedarfe im Themenbereich der Digitalisierung sehen Sie insbesondere in der Region Bruchsal und welche Ergebnisse wären für Sie kurz-, mittel- und langfristig wünschenswert?

Digitalisierung, IT und E-Business sind wichtig für unsere Betriebe, von der Eigenpräsentation und Akquise bis hin zur elektronischen Auftrags- und Prozessabwicklung. „Partnerinterview mit Brigitte Dorwarth-Walter, Stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Karlsruhe“ weiterlesen

Rückblick und Ausblick: Popup Labor Nr. 4

Collage Abschlussveranstaltung (Bildquelle: Popup Labor)

Vergangenen Freitag bot die Abschlussveranstaltung unter dem Motto „Rückblick und Ausblick“  in Baienfurt die Möglichkeit, das Popup Labor Nr. 4 gemeinsam Revue passieren zu lassen und zugleich einen mutigen Blick in die Zukunft zu wagen.

Denn dank der vergangenen 23 Bildungs- und Vernetzungsveranstaltungen  sind alle Mitmacher*innen gewappnet für eine digitalisierte Zukunft.

Aus politischer Perspektive

In Blitzlichtern aus unterschiedlichsten Perspektiven sprachen Mitmacher, Partner sowie Vertreter aus der Politik über das vergangene Labor.

In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Günter A. Binder die Relevanz von Weiterbildungs- und Netzwerkveranstaltungen wie dem Popup Labor für die Gemeinde Baienfurt sowie die Region. Er sprach außerdem den Regionalpartnern seinen Dank dafür aus, das Projekt in die Region geholt und erfolgreich durchgeführt zu haben. 

Herr Ministerialdirektor Michael Kleiner, Amtschef des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg veranschaulichte mit Hilfe einer Fabel die digitale Transformation: In der heutigen Zeit dürfen wir nicht mehr davon ausgehen, dass die Dinge bleiben, wie sie sind. Stattdessen müssen wir uns auf disruptiven Wandel einstellen um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Das Popup Labor ist hierbei nur eine Maßnahme unter mehreren, mit welchen das Ministerium den baden-württembergischen Mittelstand unterstützt.

Aus Mitmacher-Perspektive

Einen Bericht über die Veranstaltungen des Popup Labors Nr. 4 lieferten Herr Philipp Kahl, der als Konzepter, digitaler Regionalentwickler und Netzwerker beim Digitalen Zukunftszentrum Leutkirch arbeitet, und Frau Angelika Söndgen, ihres Zeichens 1. Vorsitzende von der PWOA.

Hierbei berichtete Herr Kahl von der ersten Woche in Leutkirch: Die Workshops waren sehr gut besucht und thematisch breit gefächert. Von IT-Sicherheit über Social Media und Vertrieb bis hin zu Smart-Service-Geschäftsmodellen war viel geboten. Inhaltlicher Schwerpunkt der ersten Woche war auf jeden Fall die Thematik „Virtual Reality“. Im Rahmen der VR-Night mit Popup Party konnten die Mitmachenden in virtuelle Welten eintauchen. Das macht nicht nur Spaß sondern evolutioniert an vielen Stellen auch die Arbeitswelt.

Frau Söndgen berichtete ihrerseits von der zweiten Woche in Wangen und Baienfurt: Auch hier deckte das Angebot an Workshops ein breites Spektrum ab. Neben Schulungen zum Thema SCRUM für KMU sowie dem Simulieren von Geschäftsprozessen mit LEGO®-Robotern, 3D-Stiften, Virtual Reality, Hologrammen und Drohnen stand hier erstmals auch ein internationaler Workshop auf dem Programm. Dr. Arturo Lavalle aus Rom brachte Einblicke über lebenslanges Lernen in Italien nach Allgäu-Oberschwaben. 

Aus Perspektive der Jugend

Erstmals besuchte das Popup Labor diesmal auch Schulen. Über diese besonderen Highlights wurde im Rahmen der Abschlussveranstaltung ebenfalls berichtet.

Laut Frau Maria-Theresia Gräfin von Waldburg-Zeilübertrafen sich die Schüler*innen im Workshop „Startup-Welt 2035“ in der Gemeinschaftsschule Wangen gegenseitig mit kreativen Ideen. Aufgabe der Schüler*innen war es, mit Unterstützung der Experten von Next Entrepreneurs aus einem Problem eine Lösung zu formulieren und diese in Form eines Start-ups zu realisieren. Auffällig war hierbei, dass bei mehr als 70% aller Start-ups das Thema Nachhaltigkeit im Vordergrund stand. Von innovativen Mülltrennungs-Systemen bis hin zu CO2-Umwandlungsmaschinen zeigten die Schüler*innen, dass ihnen die Zukunft unseres Planeten am Herzen liegt.

Herr Norbert Fröschle berichtete vom zweiten Schüler-Workshop in der Achtalschule Baienfurt (Gemeinschaftsschule). Mit Unterstützung von Fraunhofer IAO bildeten sich die Mitmacher*innen dort zu „Junior-Datenwissenschaftlern“ weiter. Anhand von zehn verschiedenen Einheiten lernten die Schüler das große Einmaleins rund um das Erzeugen, Sammeln, Prüfen und Anwenden von Daten. Diese Einheiten variierten vom sicheren Gestalten von Passwörtern über einen „Impfschutz“ gegen Populismus bis hin zu einem Blick in das digitale China. In kleinen Quizfragen und Battles traten die Teams gegeneinander an, wobei sich das ausschließlich weibliche Team der „Forscherinnen“ mit überragenden  100% an richtigen Antworten durchsetzen konnte.

Das war Popup Labor Nr. 4

In einem letzten allgemeinen Rückblick fasste Projektleiter Norbert Fröschle  das Popup Labor mit wichtigen vorläufigen Zahlen, O-Tönen und Botschaften zusammen. Das Popup Labor fand in einer Region und sechs Locations statt. Es gab 18 Workshops, zwei Schul-Workshops sowie drei Sonderveranstaltungen – der Publikumstag, die VR-Night und die Abschlussveranstaltung. So konnten mehr als 500 Teilnahmen erreicht werden, insgesamt haben sich die Mitmachenden mehr als 1.500 Stunden mit Digitalisierung beschäftigt.

Im Anschluss konnten alle Mitmachende in gemütlichem Rahmen bei Snacks und Getränken gemeinsam auf zwei Wochen zurück blicken und von dort aus zuversichtlich in ihre selbstgestaltete digitale Zukunft durchstarten.

 

Redaktioneller Hinweis: Hier finden Sie die präsentierten Folien der Abschlussveranstaltung zum Download, welche aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse am Abschlusstag nicht gut zu sehen waren. Wir bitten um Entschuldigung!

 

(Bildquelle: Popup Labor BW)