Nachbericht zum Popup Labor Workshop: Smart Factory – Intelligente Fertigung in der Fabrik

Am zweiten Tag des Popup-Labors in Sigmaringen konnten die Teilnehmenden anhand eines Beispiels aus der Praxis das Thema Smart Factory kennenlernen. Eingeladen waren zu diesem Anlass das Unternehmen Stecher Automation GmbH und Benjamin Schneider, Experte für Advanced System Engineering am Fraunhofer IAO.  Aufgrund der aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie konnte der Workshop jedoch nicht wie ursprünglich geplant im Innovationscampus Sigmaringen stattfinden. Dr. Bernhard Kräußlich von der Wirtschaftsförderungs- und Standortmarketinggesellschaft Landkreis Sigmaringen streamte die Veranstaltung kurzerhand auf Youtube.

Zeitmarken zum Gesamtvideo

    • [00:07:20 Stunden] Begrüßung (Fröschle und Dr. Kräußlich)
    • [00:13:12 Stunden] Megatrends im Engineering (Schneider)
    • [00:32:25 Stunden] Das Mobile Plug-In Labor (Schneider)
    • [00:39:29 Stunden] Vorstellung Stecher-Automation (Günter Schneider und Helbig)
    • [00:48:51 Stunden] Die Matrix-Zelle (Simon Stecher)
    • [01:08:46 Stunden] Schlussrunde (Dr. Kräußlich, Schneider und Fröschle)

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Popup Labor TV präsentiert den Workshop Smart Factory

Der Weg zur digitalen Fabrik

Ankündigung in eigener Sache: Der ursprünglich wie hier beschrieben geplante Roboter Präsenz-Workshop »Smart Factory – Intelligente Fertigung in der digitalen Fabrik [W03]«  findet nun am Mittwoch, 1. Dezember von 10.00 bis ca. 11.00 Uhr statt. Und das in veränderter Form. Er wird live gestreamt – für Sie und alle. 

Öffentlicher Livestream ab 10.00 Uhr

Screenshot von Popup Labor Workshop Smart Factory (Quelle: YouTube)

Hier geht es direkt zum Livestream bzw. zur Aufzeichnung auf dem YouTube-Kanal von…

==> youtube.wirtschaftsradar.net <==

 

Vielen Dank an die Wirtschaftsförderungs- und Standortmarketinggesellschaft Landkreis Sigmaringen, an Stecher-Automation und an die Fraunhofer IAO Kolleg:innen vom Mobilen Plug-In Labor und Eventteam für’s möglich machen!

 

(Bildquelle: YouTube Kanal – WirtschaftsRADAR Landkreis Sigmaringen)

 

Partnerinterview mit BM Dr. Marcus Ehm, Stadt Sigmaringen

Foto von Bürgermeister Dr. Marcus Ehm (Bildquelle: Kevin Oepen)

Herr Dr. Ehm, Sie sind der Bürgermeister der Stadt Sigmaringen. Welche Chancen und Risiken bietet die digitale Transformation für die Stadt und ihre Menschen?

In kleineren Städten und Gemeinden im ländlichen Raum ist es immens wichtig, nicht den Anschluss zu verlieren und durch digitale Technologien Standortnachteile auszugleichen. Jetzt haben wir die Möglichkeit, uns als Arbeitsstadt mit hoher Lebens- und Freizeitqualität für unsere „Kunden“ attraktiv zu machen. Daher sehe ich in der digitalen Transformation nur Chancen! 

Als Standort dieses Popup Labor BW war das Innovationscampus Sigmaringen geplant, ein Schmuckstück des Technologie- und Wissenstransfers zwischen Forschung und Wirtschaft. Was für Möglichkeiten bietet das Innovationscampus Sigmaringen, das aus den drei Elementen „Innovations- und Technologiezentrum“, „Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung“ und „Modellfabrik“ besteht?

Unser Innovationscampus ist das „Bindeglied“, um eine optimale Vernetzung zwischen regionalen Unternehmen sowie Forschung und Lehre zu forcieren. Hier erfahren Gründer und gestandene Unternehmer gleichfalls aus hoch qualifizierter Hand, wie die aktuellen Trend sind und wie man mit Innovation und Optimierung der Abläufe in der digitalen Welt wettbewerbsfähig bleibt. 

Aus Coronapandemie-Gründen muss das Popup Labor nun leider online stattfinden. Trotzdem gibt es in einem Popup Labor für alle Beteiligten viel zu lernen. Was denken Sie, welche Anstöße und Herausforderungen sind für die kleinen und mittleren Unternehmen auf der einen Seite und für die Bürgerinnen und Bürger auf der anderen derzeit am wichtigsten?

Zunächst bin ich sehr glücklich darüber, dass wir das 10. Popup Labor BW trotz der schwierigen Zeiten zumindest virtuell in Sigmaringen präsentieren können. Die Digitalisierung aller Lebensbereiche steht erst ganz am Anfang und ist ein langwieriger und sich sukzessive entwickelnder Prozess. Das Wichtigste ist zunächst, Vorbehalte und Ängste abzubauen und einen ersten Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten zu geben. Die Macher der Popup Labore können hier ihre ersten Erfahrungen transparent und niederschwellig vermitteln und Unternehmer wie Bürger mit praktischen Beispielen begeistern.

 

(Bildquelle: Kevin Oepen Fotografie)

 

Die letzte Meile „gebacken bekommen“: Wie online verkauft und selber zugestellt werden kann

Keyvisual zum Workshop Online verkaufen und selber zustellen (Bildquelle: regioful GmbH)

Digitalisierungsbeispiel Brezel-Taxi.de 

Workshopleiter/-in und Organisation

Pierre Schmitt / regioful GmbH

Zielgruppe

Unternehmer:innen / Geschäftsführer:innen | Start-ups

Kurzbeschreibung

Aus der Leidenschaft, tolle regionale Produkte und Lebensmittel leicht verfügbar zu machen, ist Brezel-Taxi.de entstanden. Gegründet zum 1. April 2021 als Einzelunternehmen zur Auslieferung frischer Backwaren im Umkreis von Überlingen am Bodensee. Unsere Endkunden konnten gleich zu Beginn gemütlich im Onlineshop alles auswählen und kurz vor dem Bezahlen einen Liefertag auswählen. Ab da ging die Planung mit viel administrativen Aufwand los. Ein Liefertag hat uns etwa 12h Zeit für die Planung gekostet. Bestellmengen für die Partner zusammenfassen, Touren und Mitarbeiter händisch planen, Daten von einem System zum nächsten kopieren. Noch mal verifizieren, dass keine Fehler passiert sind.

Durch die Geburt unserer Kinder und unserer Vollzeitjobs waren wir gezwungen, immer mehr Tätigkeiten zu automatisieren. Bis zu dem Punkt, an dem wir heute sind. Einen Liefertag mit ~150 Zustellungen zu planen benötigt jetzt etwa 30min Zeit. Die Partner sind informiert, die Touren geplant, die Lieferscheine in der richtigen Reihenfolge ausgedruckt. Diese klugen Automatismen und durch KI (künstliche Intelligenz) unterstützte Multistop-Tourenoptimierungen lassen sich mit sehr wenigen Klicks intuitiv verwenden. Es ist kein Copy-Paste notwendig; (Flüchtigkeits-)Fehler werden vermieden. Wir sind sehr stolz auf unsere moderne, selbst entwickelte IT Systemlandschaft!

Das funktioniert so toll und stabil, dass wir bis heute das Überlinger Umland als eigene Brezel-Taxi.de Region sehr profitabel betreiben. Und unser Baby, das System, vermieten wir über unsere Marken www.brezel-taxi.de oder www.frische-taxi.de – mal schauen wo uns die Reise noch so hinführt! Wir entwickeln unser System Tag für Tag weiter und stehen unseren Partnern immer via Coachings und Marketingunterstützung zur Seite. Durch Provisionsabrechnungen sind wir so motiviert wie der eigentliche Betreiber selber, dass jede Stadt zu einem Erfolg wird! Gedanken zur Zukunft: Wir möchten das System soweit öffnen, dass jeder regionale Erzeuger leicht und unkompliziert einen eigenen Onlineshop bei uns eröffnen kann, bei dem alles dabei ist, um die letzte Meile/ die Zustellung zum Endkunde selber zu erledigen.

Nutzen

  • Schritt für Schritt Anleitung zum online verkaufen und selber zustellen
  • Überblick über regionales Onlinemarketing
  • Überblick zu Online-Präsentation- und Verkauf

Vorausgesetzter Wissensstand

Neuling

Max. Teilnehmeranzahl

25

Zeit | Ort

FR, 03.12.2021, 10.00-11.30
Online 
Der Workshop findet voraussichtlich auf Zoom statt.

Links

https://regioful.de

http://www.brezel-taxi.de

http://www.frische-taxi.de

Online-Anmeldung

Hier geht es zur kostenfreien Buchung -> Veranstaltungscode [O04]…

 

(Bildquelle: regioful GmbH)

 

Partnerinterview mit Uwe Knoll, WFS – Wirtschaftsförderung Sigmaringen und Innovationscampus Sigmaringen

Foto von Uwe Knoll (Bildquelle: WFS – Wirtschaftsförderung Sigmaringen)

Herr Knoll, Sie sind der Geschäftsführer der „WFS – Wirtschaftsförderung Sigmaringen “ und des „Innovationscampus Sigmaringen“. Aus welchem Grund hat sich die städtische Wirtschaftsförderung mit Partnern um die Ausrichtung eines Popup Labor BW beworben? 

Uns als Wirtschaftsförderung der Stadt Sigmaringen und Betreiber des Innovationscampus Sigmaringen ist es wichtig, die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Region stets über innovative Ideen oder Geschäftsmodelle auf dem Laufenden zu halten. Die KMU sind der Motor unserer Wirtschaft und wir sind stets um neue Impulse für diese Zielgruppe bemüht. An dieser Stelle konnten wir mit dem Popup Labor Baden-Württemberg einen starken und erfahrenen Sparringpartner für uns und unsere Firmen gewinnen.

Wie hat die Corona-Zeit die Wirtschaft in der Stadt Sigmaringen verändert? In welcher Art und Weise kann die Digitalisierung der Wirtschaftsförderung zum positiven Treiber werden?

Die Corona-Zeit hat die gesamte Wirtschaft global verändert – nicht nur in Sigmaringen. Auf einmal standen die Unternehmen weltweit vor riesigen Herausforderungen. Ein besonderes Augenmerk galt uns als Wirtschaftsförderung der Stadt Sigmaringen während der Zeit der Schließungen des Einzelhandels tatsächlich dem Einzelhandel der Stadt Sigmaringen, welchen wir mit Schulungen im Bereich der sozialen Medien und Imagefilmen unterstützten. Wir erreichten damit eine Sichtbarkeit des Sigmaringer Einzelhandels, trotz geschlossener Ladentüren und über die Sigmaringer Innenstadt hinaus. Wir sind zuversichtlich, dass dieser Bereich der Digitalisierung auch über die Corona-Zeit hinaus Bestand haben wird.

Standort dieses Popup Labor BW wird der Innovationscampus Sigmaringen sein. Was macht den Innovationscampus Sigmaringen so besonders – gerade für das Popup Labor BW?

Der Innovationscampus besteht aus den drei Säulen „Innovations- und Technologiezentrum“, „Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung“ und „Modellfabrik“. Die Vernetzung dieser drei Säulen ermöglicht es, Innovationen über die Akademie direkt in die KMU zu bringen. Wir sind Teil des Digital Hub Neckar-Alb-Sigmaringen und verfügen dadurch über ein großes Netzwerk, welches stets für neuen Input – in diesem Fall über das Popup Labor BW – dankbar ist.

Was wäre für Sie ein wünschenswertes Ergebnis des Popup Labors – für Arbeitgebende und Arbeitnehmende in der Region? 

Wir wünschen uns, dass sowohl Arbeitgebende als auch Arbeitnehmende die modernsten Workshops des Popup Labors nutzen, um innovative Ideen und neue Geschäftsmodelle kennenzulernen und diese langfristig in den jeweiligen Unternehmen umsetzen.

 

(Bildquelle: WFS – Wirtschaftsförderung Sigmaringen)