Partnerinterview mit Brigitte Dorwarth-Walter, Stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Karlsruhe

Portrait Frau Dorwarth-Walter

Frau Dorwarth-Walter, warum macht die Handwerkskammer Karlsruhe als Partner beim kommenden Popup-Labor BW in Bruchsal mit?

Die Digitalisierung wird auch für Handwerksbetriebe immer mehr zur Notwendigkeit, um wirtschaftlich zu arbeiten und damit wettbewerbsfähig zu sein. Sie schafft Chancen für jeden Betrieb. Digitale Werkzeuge optimieren Verwaltungsaufgaben und Prozesse. Die Betriebe umfassend in diesen Themen zu informieren und individuelle Lösungen in der Beratung zu finden, das ist eine unserer Kernaufgaben.

Sie sind Stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Karlsruhe. Aus dieser Perspektive heraus betrachtet – was macht die Region und ihre kleinen und mittelständischen Unternehmen so besonders?

Kleine und mittelständische Unternehmen sind die Triebfeder für Innovationen und Investitionen. Sie sichern Arbeitsplätze und damit Wachstum. Die Region ist gekennzeichnet durch die intensive Vernetzung von regionaler Wirtschaft, regionalem Handwerk und der regionalen Forschungslandschaft. Ein hohes Potential an Wissenstransfer und bestehende Netzwerke bieten individuelle flexible und unkomplizierte Unterstützung für die Betriebe. Die Region hat sich stark positioniert als Innovationsregion mit dem besonderen Schwerpunkt der Digitalisierung.

Welche Bedarfe im Themenbereich der Digitalisierung sehen Sie insbesondere in der Region Bruchsal und welche Ergebnisse wären für Sie kurz-, mittel- und langfristig wünschenswert?

Digitalisierung, IT und E-Business sind wichtig für unsere Betriebe, von der Eigenpräsentation und Akquise bis hin zur elektronischen Auftrags- und Prozessabwicklung. „Partnerinterview mit Brigitte Dorwarth-Walter, Stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Karlsruhe“ weiterlesen

Partnerinterview mit Daniel Seeger von der Handwerkskammer Reutlingen

Foto von Daniel Seeger (Bildquelle: Handwerkskammer Reutlingen)

Herr Seeger, als Startfrage: warum macht die Handwerkskammer Reutlingen als Partner beim kommenden Popup Labor BW in Balingen / Zollernalb mit?

Wenn sich die Möglichkeit bietet, Handwerker und weitere interessierte zu erreichen, kann man diese Chance nicht verstreichen lassen. Zumal es im Handwerk in Sachen Digitalisierung durchaus Nachholbedarf gibt. Das Popup Labor BW in Balingen ist eine ideale Plattform, um die Chancen der Digitalisierung im Handwerk bekannt zu machen.

Wir haben also die Ärmel hochgekrempelt und ein interessantes Paket geschnürt. So können wir die Teilnehmer an die Digitalisierung heranführen und ermutigen, die Chancen für sich zu nutzen.

Was ist allgemein das größte Potenzial von „Handwerk und Digitalisierung“, das Sie persönlich sehen?

Handwerk und Digitalisierung, das scheint auf den ersten Blick nicht so recht zusammen zu passen. „Partnerinterview mit Daniel Seeger von der Handwerkskammer Reutlingen“ weiterlesen

Digitales Aufmaß für das Handwerk

Digitales Aufmaß in der Praxis (Bildquelle: Stephan Wilhelm, Fraunhofer IAO)

Zeitaufwendig, fehlerbehaftet und in Zeiten der Digitalisierung eigentlich nicht mehr notwendig: Dennoch macht sich bei einem Bauvorhaben oft jeder einzelne Handwerksbetrieb auf den Weg zur Baustelle, um Maß zu nehmen. Im Workshop „Digitales Aufmaß und digitale Zwillingsmodelle für Anwendungen im Handwerk“ will der Forscher Dr. Stephan Wilhelm zusammen mit Christoph Wintrup und Martin Huppenbauer von der Firma Hemminger praxisgerechte Alternativen vorstellen. Im Popup Labor BW-Interview sprechen die Referenten  über die Gefahr von Fehlerquellen bei der Maßaufnahme, das digitale Aufmaß und Perspektiven für neue und erweiterte Geschäftsmodelle.

Herr Wilhelm, wo liegt in Ihren Augen das Problem für kleine Handwerksbetriebe?

„Jedes Gewerk macht für sich Maßaufnahmen von den Örtlichkeiten, um selbst planen zu können. Da nimmt dann der Fensterbauer Maß, dann ist der Gipser da. Wenn aber schließlich der Fliesenleger kommt und einen anderen Plan hat, ändert sich alles wieder. Außerdem ist die Fehleranfälligkeit hoch, wenn da ein Mensch mit Stift und Papier arbeitet. Das falsche Maß kann genommen werden, es passiert ein Zahlendreher, die Schrift ist schwer leserlich oder die Notiz ist nicht greifbar oder sogar verloren gegangen.“ „Digitales Aufmaß für das Handwerk“ weiterlesen