Partnerinterview mit Landrat Bauer, Landkreis Schwäbisch Hall

Foto von Landrat Gerhard Bauer (Bildquelle: Landratsamt Schwäbisch Hall)

Herr Bauer, Sie sind der Landrat des Landkreises Schwäbisch Hall. Aus welchem Grund haben Sie sich mit Partnern um die Ausrichtung eines Popup Labors Baden-Württemberg beworben?

Die Wirtschaft des Landkreises Schwäbisch Hall weist eine gute Unternehmensstruktur auf und ist gekennzeichnet durch einen Branchenmix, bei dem Tradition auf Innovation trifft. Als vitaler Bestandteil der Region der Weltmarktführer, wollen wir den Unternehmen gute Rahmenbedingungen bieten. Das Popup Labor soll den Unternehmen eine Möglichkeit bieten, um Digitalisierung zu erleben und deren Vorteile für sich zu nutzen und damit die regionale Innovationsfähigkeit zu stärken. Die Entwicklung innovativer Lösungen und deren erfolgreiche Integration in die Unternehmenspraxis eröffnen neue Chancen für Wachstum und Wertschöpfung. Wir freuen uns daher sehr, dass der Landkreis mit der Stadt Crailsheim für das Popup Labor als Projekt und Standort ausgewählt wurde.

Wie hat die Corona-Zeit Wirtschaft und Leben im Landkreis verändert? Wie konnte der Landkreis die Wirtschaft mit bisherigen Dienstleistungsangeboten und neuen Projekten und Maßnahmen unterstützen, hat die Digitalisierung dabei eine besondere Rolle gespielt?

Die Corona Pandemie stellt uns alle vor große Herausforderungen. Fast alle Branchen sind von den Auswirkungen betroffen. Die negativen Folgen der Krise sind in allen Lebensbereichen zu spüren. Corona verändert unsere Arbeitswelt, Geschäfte sind geschlossen und soziale Kontakte auf ein Minimum beschränkt. Wo es möglich ist, arbeiten die Menschen im Homeoffice. Auch die Lehrkräfte stehen durch online Unterricht vor ganz neuen Herausforderungen. Die Digitalisierung spielt daher eine enorm wichtige Rolle im Landkreis. Die Implementierung von Digitalisierungslösungen in das tägliche Leben ist ein zentraler Baustein im Umgang mit der Pandemie. Mit unserer Lernfabrik 4.0 ist es uns in den letzten Jahren gelungen, eine Einrichtung zu schaffen, bei der Digitalisierung sowohl von Unternehmen als auch Schülerinnen und Schülern erlernt und erfahren wird. Gleichzeitig baut der Landkreis mit einem eigens gegründeten Zweckverband die Glasfaserinfrastruktur sukzessive aus. Mit geförderten Beratungen und Online Veranstaltungen steht auch die Landkreiswirtschaftsförderung den Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite.

Was wäre für Sie eine wünschenswerte Bilanz des Popup Labors – für den Landkreis und seine Menschen?

Ich würde mich freuen, wenn es uns mit dem Popup Labor gelingt, den Menschen im Landkreis und darüber hinaus die Themen Digitalisierung und Innovation konkret und praktisch näherzubringen und Vorteile aufzuzeigen. Schön wäre es, wenn möglichst viele Menschen das Angebot Popup Labor annehmen und sich auf die Themen einlassen, sich gegenseitig vernetzen und so von der Veranstaltung profitieren. Somit kann ein weiter Baustein für die Zukunftsfähigkeit unserer Region gesetzt werden.

(Bildquelle: Landratsamt Schwäbisch Hall )

Partnerinterview mit Oberbürgermeister Dr. Grimmer, Stadt Crailsheim

Foto von Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer (Bildquelle: privat)

Herr Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer, als Startfrage: warum hat sich die Stadt Crailsheim als Standort für ein Popup Labor BW beworben?

Crailsheim ist als Mittelzentrum mit 35.000 Einwohnern bedeutender Wirtschaftsstandort im Nordosten Baden-Württembergs und lebt als solcher von Innovationskraft, Anpassungsfähigkeit und Agilität seiner Unternehmen. Das Popup Labor BW bietet uns als Stadt, gemeinsam mit der WFG als Partner, die Möglichkeit, den Unternehmen neuartige Veranstaltungskonzepte nahezubringen. Kleinen und mittständischen Unternehmen ermöglichen wir im Rahmen der vielen geplanten Programmpunkte die Chance, brandneue Ideen und Ansätze der Digitalisierung auszuprobieren. Zudem sehen wir das Popup Labor als wichtigen Impulsgeber für eine noch stärkere Vernetzung der Unternehmen bei Digitalisierungsthemen.

Was hat sich in der Corona-Zeit am gravierendsten für Bürgerinnen und Bürger und für die kleinen und mittelständischen Unternehmen geändert? Welche Rolle kommt dabei der Digitalisierung zu bzw. was kann Politik, Verwaltung und jede/r einzelne von uns tun?

Neben den massiven Einschnitten in Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie sowie Kunst- und Veranstaltungsbranche ist mit der Pandemie auch die persönliche Vernetzung der Menschen weitgehend zum Erliegen gekommen. Der schnelle Umstieg auf Homeoffice-Arbeitsplätze, Videokonferenzen und anderen Online-Formaten, aber auch die schnelle Entwicklung oder Umstellung von Geschäftsmodellen zeigen mir, dass die Gesellschaft ebenso wie Wirtschaftsunternehmen kreativ und flexibel auf eine solche vollkommen neue Situation reagieren können. Mit dem Popup Labor BW möchten wir diese Innovationskraft aufgreifen und einen wichtigen Anstoß zur Vernetzung im 21. Jahrhundert geben.

Was wäre für Sie ein wünschenswertes Ergebnis des Popup Labors – für die Stadt Crailsheim und ihre Menschen?

Ein wünschenswertes Ergebnis wäre sicher ein noch breiteres Interesse an der Digitalisierung, bei kleinen und mittelständischen Unternehmen und dass wir mit dem Popup Labor Mut machen, neue Ideen und digitale Lösungen auch einfach einmal auszuprobieren. Natürlich erhoffen wir uns zudem neue Impulse für die Wirtschaft. Auch eine noch stärkere Vernetzung von Wirtschaft, Verwaltung und Politik verspreche kann sich ergeben. Ferner haben wir mit dem Popup Labor BW die große Chance, Crailsheim landesweit als innovativen Wirtschaftsstandort und zukunftsorientierte Stadt zu präsentieren.

 

(Bildquelle: privat)

 

Berufliche Weiterbildung

Keyvisual-Logo Netzwerk Fortbildung (Bildquelle: Netzwerk Fortbildung)

Auf dem Weg in eine digitale Gesellschaft – wie nehmen wir die Menschen mit? Herausforderungen an die berufliche Weiterbildung

Workshopleiter/-in und Organisation

Ulla-Britt Voigt / Regionalbüro für berufliche Fortbildung Schwarzwald-Baar-Heuberg
Ute Villing / Business School Alb-Schwarzwald
Dr. Thomas Jechle / HFU Akademie der Hochschule Furtwangen

Zielgruppe

Unternehmer*innen | Geschäftsführende | Mitarbeitende | Start-Ups

Personalverantwortliche | Betriebsräte

Kurzbeschreibung

Digital Arbeiten. Das Bild des Menschen, der im Homeoffice digital vernetzt arbeitet, bestimmt unsere Diskussion. Wie aber verändert sich Arbeit für die Mitarbeitenden, die nicht im Büro, sondern im Einzelhandel, in der Produktion, im Bau, im Transport, in der Pflege, Erziehung usw beschäftigt sind? Wie verändert sich Arbeit für Ihre Mitarbeitenden? Wie kann man diese Mitarbeitenden mitnehmen und qualifizieren? Welche Angebote gibt es – welche Angebote sollte es geben? Welche Hindernisse können durch neue digitale Angebote abgebaut werden, welche neuen Hindernisse können entstehen?

Digital Kommunizieren. Arbeiten heißt immer kommunizieren. Wie gelingt erfolgreiche digitale Kommunikation im Team, mit Kunden, in der beruflichen Bildung?

Digital Lernen & Lehren. Wie lernt man digital, wie lehrt man digital?

 

Nutzen

  • Überblick über Anbieter und Angebote von Bildungsträgern des Netzwerks für berufliche Fortbildung Schwarzwald-Baar-Heuberg
  • Mitgestaltung neuer Bildungsangebote
  • Digital Kommunizieren – ein Impuls
  • Digital Lernen & Lehren – ein Impuls

Vorausgesetzter Wissensstand / richtet sich schwerpunktmäßig an

Anfänger*innen

Max. Teilnehmeranzahl

25

Zeit | Ort

FR, 23.10.2020, 09.30-12.30 Uhr @Szene 64 Schramberg Online
Der Workshop findet voraussichtlich auf MS-Teams statt.

Link

https://www.fortbildung-bw.de

https://www.fortbildung-regionsbh.de

https://www.regionalbuero-bw.de

www.führungspsychologie.info

www.technik-für-betriebswirte.de

https://www.hfu-akademie.de

Online-Anmeldung

Hier geht es zur kostenfreien Buchung -> Veranstaltungscode [W11]…

 

(Bildquelle: Netzwerk Fortbildung)