Partnerinterview mit OB Uli Burchardt, Stadt Konstanz

Foto von Oberbürgermeister Uli Burchardt (Bildquelle: Stadt Konstanz / Chris Danneffel)

Herr Burchardt, Sie sind der Oberbürgermeister der Stadt Konstanz. Warum sind die Leitthemen Digitalisierung und Nachhaltigkeit so wichtig, um unsere Zukunft zu gestalten?

Die Stadt Konstanz will bis 2035 weitgehend klimaneutral werden. Die Digitalisierung wird dabei eine entscheidende Rolle spielen, denn ohne Digitalisierung gibt es keine Klimaneutralität. Lösungen der Vergangenheit werden uns nicht in die Zukunft führen. Konstanz wird also auch mit Hilfe digitaler Technologien eine nachhaltige Stadt, eine „Smart Green City“ werden. Wir wollen die Lebensqualität weiter steigern und gleichzeitig den Ressourcenverbrauch minimieren. Das Konstanz der Zukunft ist digital, sozial und klimaneutral!

Sie sind einer der Initiatoren der Bewerbung der Region für ein „Popup Labor Baden-Württemberg“. Was versprechen Sie sich davon?

Wir haben in Konstanz über 4.000 Betriebe, davon der Großteil im Mittelstand. Sie bilden das Rückgrat unserer Wirtschaft. Darum ist es wichtig, dass gerade diese kleinen und mittleren Unternehmen neue Wege kennenlernen, um mit modernen Technologien, Konsumtrends oder der digitalen Transformation Schritt zu halten. Das Popup Labor Baden-Württemberg bildet den idealen Rahmen, um die Unternehmen bei diesen Herausforderungen direkt vor Ort zu unterstützen und Innovationspotentiale zu fördern.

InnovatorInnen aus Konstanz und der Region sind eingeladen, die Innovationswerkstatt mit Ideen, innovativen Produkten, Angeboten und Impulsen zu füllen und zu experimentieren. So zeigen wir, was die Wirtschaftsregion zu bieten hat. Gleichzeitig wird den Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Programm und Möglichkeiten zum Netzwerken geboten. Eine klassische Win-win-Situation. „Partnerinterview mit OB Uli Burchardt, Stadt Konstanz“ weiterlesen

Partnerinterview mit Landrat Zeno Danner, Landkreis Konstanz

Foto von Landrat Zeno Danner (Bildquelle: Ulrike Sommer)

Herr Danner, Sie sind der Landrat des Landkreises Konstanz. Was war die Motivation, sich mit Partnern um die Ausrichtung eines Popup Labors Baden-Württemberg zu bewerben?

Innovation ist ein wichtiger Treiber für den Fortschritt und die Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Notwendig hierfür sind neue Ideen und Wege, die auch steinig sein können. Ausprobieren, experimentieren, hinfallen, aufstehen und weitermachen, gehören dazu. Das Format ist hierfür eine hervorragende Möglichkeit. Ein Testlabor für innovative Köpfe und mögliche Kooperationsschmiede. Wir freuen uns sehr, das wird den Zuschlag für die Durchführung hier im Landkreis Konstanz erhalten haben. Ich bin überzeugt, dass das Format auch überregional auf Interesse stößt und bin gespannt auf die Beiträge aus unserer Region.

Es geht in einen Popup Labor im Kern immer um temporäre Vernetzung und Weiterbildung zu Innovationsmethoden und Digitalisierung. Welche besonderen Innovationsverbünde und -projekte gibt es bei Ihnen dauerhaft vor Ort?

In der Bodenseeregion gibt es eine Vielzahl von Innovationstreibern. Im Landkreis Konstanz sind das unter anderem die Cluster BioLAGO, cyberLAGO, solarLAGO und das Netzwerk Nanotechnologie. Nicht zu vergessen die Internationale Bodensee-Hochschule (IBH), unser grenzüberschreitender Hochschulverbund. Mit der Uni Konstanz und der HTWG, verfügen wir über gleich zwei hochkarätige Hochschulen, die die Forschungs- und Bildungslandschaft bereichern. In diesem Jahr soll außerdem noch das Innovationslabor Hochrhein-Bodensee (InnoLab HB) an den Start gehen. „Partnerinterview mit Landrat Zeno Danner, Landkreis Konstanz“ weiterlesen

Nachbericht zum Popup Labor Workshop: Smart Factory – Intelligente Fertigung in der Fabrik

Am zweiten Tag des Popup-Labors in Sigmaringen konnten die Teilnehmenden anhand eines Beispiels aus der Praxis das Thema Smart Factory kennenlernen. Eingeladen waren zu diesem Anlass das Unternehmen Stecher Automation GmbH und Benjamin Schneider, Experte für Advanced System Engineering am Fraunhofer IAO.  Aufgrund der aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie konnte der Workshop jedoch nicht wie ursprünglich geplant im Innovationscampus Sigmaringen stattfinden. Dr. Bernhard Kräußlich von der Wirtschaftsförderungs- und Standortmarketinggesellschaft Landkreis Sigmaringen streamte die Veranstaltung kurzerhand auf Youtube.

Zeitmarken zum Gesamtvideo

    • [00:07:20 Stunden] Begrüßung (Fröschle und Dr. Kräußlich)
    • [00:13:12 Stunden] Megatrends im Engineering (Schneider)
    • [00:32:25 Stunden] Das Mobile Plug-In Labor (Schneider)
    • [00:39:29 Stunden] Vorstellung Stecher-Automation (Günter Schneider und Helbig)
    • [00:48:51 Stunden] Die Matrix-Zelle (Simon Stecher)
    • [01:08:46 Stunden] Schlussrunde (Dr. Kräußlich, Schneider und Fröschle)

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Partnerinterview mit BM Dr. Marcus Ehm, Stadt Sigmaringen

Foto von Bürgermeister Dr. Marcus Ehm (Bildquelle: Kevin Oepen)

Herr Dr. Ehm, Sie sind der Bürgermeister der Stadt Sigmaringen. Welche Chancen und Risiken bietet die digitale Transformation für die Stadt und ihre Menschen?

In kleineren Städten und Gemeinden im ländlichen Raum ist es immens wichtig, nicht den Anschluss zu verlieren und durch digitale Technologien Standortnachteile auszugleichen. Jetzt haben wir die Möglichkeit, uns als Arbeitsstadt mit hoher Lebens- und Freizeitqualität für unsere „Kunden“ attraktiv zu machen. Daher sehe ich in der digitalen Transformation nur Chancen! 

Als Standort dieses Popup Labor BW war das Innovationscampus Sigmaringen geplant, ein Schmuckstück des Technologie- und Wissenstransfers zwischen Forschung und Wirtschaft. Was für Möglichkeiten bietet das Innovationscampus Sigmaringen, das aus den drei Elementen „Innovations- und Technologiezentrum“, „Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung“ und „Modellfabrik“ besteht?

Unser Innovationscampus ist das „Bindeglied“, um eine optimale Vernetzung zwischen regionalen Unternehmen sowie Forschung und Lehre zu forcieren. Hier erfahren Gründer und gestandene Unternehmer gleichfalls aus hoch qualifizierter Hand, wie die aktuellen Trend sind und wie man mit Innovation und Optimierung der Abläufe in der digitalen Welt wettbewerbsfähig bleibt. 

Aus Coronapandemie-Gründen muss das Popup Labor nun leider online stattfinden. Trotzdem gibt es in einem Popup Labor für alle Beteiligten viel zu lernen. Was denken Sie, welche Anstöße und Herausforderungen sind für die kleinen und mittleren Unternehmen auf der einen Seite und für die Bürgerinnen und Bürger auf der anderen derzeit am wichtigsten?

Zunächst bin ich sehr glücklich darüber, dass wir das 10. Popup Labor BW trotz der schwierigen Zeiten zumindest virtuell in Sigmaringen präsentieren können. Die Digitalisierung aller Lebensbereiche steht erst ganz am Anfang und ist ein langwieriger und sich sukzessive entwickelnder Prozess. Das Wichtigste ist zunächst, Vorbehalte und Ängste abzubauen und einen ersten Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten zu geben. Die Macher der Popup Labore können hier ihre ersten Erfahrungen transparent und niederschwellig vermitteln und Unternehmer wie Bürger mit praktischen Beispielen begeistern.

 

(Bildquelle: Kevin Oepen Fotografie)

 

Partnerinterview mit Uwe Knoll, WFS – Wirtschaftsförderung Sigmaringen und Innovationscampus Sigmaringen

Foto von Uwe Knoll (Bildquelle: WFS – Wirtschaftsförderung Sigmaringen)

Herr Knoll, Sie sind der Geschäftsführer der „WFS – Wirtschaftsförderung Sigmaringen “ und des „Innovationscampus Sigmaringen“. Aus welchem Grund hat sich die städtische Wirtschaftsförderung mit Partnern um die Ausrichtung eines Popup Labor BW beworben? 

Uns als Wirtschaftsförderung der Stadt Sigmaringen und Betreiber des Innovationscampus Sigmaringen ist es wichtig, die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Region stets über innovative Ideen oder Geschäftsmodelle auf dem Laufenden zu halten. Die KMU sind der Motor unserer Wirtschaft und wir sind stets um neue Impulse für diese Zielgruppe bemüht. An dieser Stelle konnten wir mit dem Popup Labor Baden-Württemberg einen starken und erfahrenen Sparringpartner für uns und unsere Firmen gewinnen.

Wie hat die Corona-Zeit die Wirtschaft in der Stadt Sigmaringen verändert? In welcher Art und Weise kann die Digitalisierung der Wirtschaftsförderung zum positiven Treiber werden?

Die Corona-Zeit hat die gesamte Wirtschaft global verändert – nicht nur in Sigmaringen. Auf einmal standen die Unternehmen weltweit vor riesigen Herausforderungen. Ein besonderes Augenmerk galt uns als Wirtschaftsförderung der Stadt Sigmaringen während der Zeit der Schließungen des Einzelhandels tatsächlich dem Einzelhandel der Stadt Sigmaringen, welchen wir mit Schulungen im Bereich der sozialen Medien und Imagefilmen unterstützten. Wir erreichten damit eine Sichtbarkeit des Sigmaringer Einzelhandels, trotz geschlossener Ladentüren und über die Sigmaringer Innenstadt hinaus. Wir sind zuversichtlich, dass dieser Bereich der Digitalisierung auch über die Corona-Zeit hinaus Bestand haben wird.

Standort dieses Popup Labor BW wird der Innovationscampus Sigmaringen sein. Was macht den Innovationscampus Sigmaringen so besonders – gerade für das Popup Labor BW?

Der Innovationscampus besteht aus den drei Säulen „Innovations- und Technologiezentrum“, „Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung“ und „Modellfabrik“. Die Vernetzung dieser drei Säulen ermöglicht es, Innovationen über die Akademie direkt in die KMU zu bringen. Wir sind Teil des Digital Hub Neckar-Alb-Sigmaringen und verfügen dadurch über ein großes Netzwerk, welches stets für neuen Input – in diesem Fall über das Popup Labor BW – dankbar ist.

Was wäre für Sie ein wünschenswertes Ergebnis des Popup Labors – für Arbeitgebende und Arbeitnehmende in der Region? 

Wir wünschen uns, dass sowohl Arbeitgebende als auch Arbeitnehmende die modernsten Workshops des Popup Labors nutzen, um innovative Ideen und neue Geschäftsmodelle kennenzulernen und diese langfristig in den jeweiligen Unternehmen umsetzen.

 

(Bildquelle: WFS – Wirtschaftsförderung Sigmaringen)